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13. März 2019, 19:08

WIE KANN ICH DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN NORMALER ALTERSVERGESSLICHKEIT UND EINER SICH ENTWICKELNDEN DEMENZ (ZUM BEISPIEL ALZHEIMER) ERKENNEN?

Viele Betroffene und ihre Angehörigen stellen sich immer wieder die Frage:
„Bin ich nur vergesslich oder sind das die ersten Anzeichen einer Demenz?“
Auf diese Unterschiede sollten Sie achten:
Es ist völlig normal (im Alter öfters, als in jungen Jahren) Dinge, anstehende Termine oder Geschehnisse hin und wieder zu vergessen. ABER sollte diese Vergesslichkeit Sie ständig begleiten und nach und nach sogar schlimmer werden und Sie sich trotz intensiver Bemühungen nicht an komplette Erlebnisbereiche oder Gesprächsinhalte erinnern können, sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Falls Sie sich Merkzettel schreiben, um sich an Dinge besser erinnern zu können, ist das ein guter und sinnvoller Weg, um Ihrer Vergesslichkeit entgegenzuwirken. ABER sollten Ihnen diese Hilfsmittel nichts mehr nutzen, sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Falls Sie schriftlichen oder mündlichen Informationen in der Regel mühelos folgen können, ist wahrscheinlich alles in Ordnung. Sollten Sie verstärkt Probleme haben, einfache Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und umzusetzen, sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Es ist bestimmt jedem von uns schon einmal passiert, dass wir unsere Schlüssel, unsere Brieftasche oder unsere Brille nicht auf Anhieb finden. ABER sollten diese Situationen immer häufiger auftreten, obwohl Sie normal gut auf diese wichtigen Gegenstände achten, sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarztansprechen.
Vielbeschäftige Menschen sind im Alltag manchmal zerstreut, weil sie versuchen, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Gehen Sie in ein Zimmer hinein und wissen plötzlich nicht mehr, was Sie hier überhaupt wollten? Dann sollten Sie einen Gang herunter schalten. Sollten Sie jedoch mehrmals am Tag zum Bäcker gehen, um einzukaufen und das nicht mehr wissen, sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Schüchterne Menschen haben hin und wieder Probleme, sich in Worten auszudrücken und mitzuteilen. Manche sind wortgewandter, andere finden öfters nicht die richtigen Worte. Das liegt in der Natur der Menschen. Fallen Ihnen jedoch oft einfache Worte in Ihrem geregelten Alltag nicht mehr ein und benutzen Sie dafür wahllos Füllwörter, werden die Sätze und ihre gewollte Aussage schwerverständlich. In diesem Fall sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarztansprechen.
Falls Sie zu den Menschen mit einer schlechten Orientierung gehören, kann es Ihnen durchaus passieren, dass Sie in einer fremden Stadt nicht mehr zu Ihrem geparkten Auto zurückzufinden. Das passiert vielen Menschen. Sollten Sie jedoch bei Ihrem Metzger um die Ecke einkaufen und den Weg nicht mehr nach Hause finden, ist das ein Alarmsignal. Sie sollten diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Vielen Menschen ist es schon einmal passiert, dass sie unpassend gekleidet waren. Sie schätzen die Temperaturen entweder zu hoch oder zu nieder ein. Dementsprechend sind Sie zu leicht angezogen und laufen Gefahr, sich eine Erkältung einzufangen, oder das Gegenteil ist der Fall. Sollten Sie sich jedoch völlig unpassend gekleidet haben (z.B. ein Winterpullover an einem warmen Sommertag, oder ein Nachthemd / Pyjama zum Einkaufen), sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Bestimmt jeder von uns hat schon einmal einen Gegenstand an einem Ort abgelegt, an den er normalerweise nicht hingehört. Das kann z.B. der Schlüssel sein, der normalerweise immer am Schlüsselbrett hängt. Wenn das Telefon klingelt, man den Schlüsseln och in der Hand hat, und Sie den Hörer abnehmen, haben Sie vielleicht den Schlüssel in Gedanken noch in den Hand und legen ihn auf dem Tisch neben dem Telefon ab. Später suchen Sie den Schlüssel. Das ist menschlich. Sollten Sie jedoch Ihre Hausschuhe im Kühlschrank wiederfinden oder den Kuchen im Kleiderschrank, sollten diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Bei Demenzkranken ändert sich häufig das Verhalten gegenüber ihren Mitmenschen gravierend, sobald sie mehr und mehr die Fähigkeit verlieren, Zusammenhänge zu erfassen und klare Gedanken zu fassen. Das Erinnerungsvermögen (beginnend mit dem Verfall des Kurzzeitgedächtnisses) nimmt deutlich ab.
Hinzu kommt ein scheinbares Desinteresse zuvor geliebter Hobbies. Ein Briefmarkensammler z.B. gibt plötzlich vor, kein Interesse mehr am Sammeln zu haben. Hintergrund kann seine eigene Erkenntnis sein, dass er sich nicht mehr konzentrieren kann. Um diese "Schwäche" zu vertuschen und sich nicht die Blöße zu geben, dass mit ihm "nicht mehr alles stimmt" schiebt er diese Ausrede vor.
Sollten sich eines oder mehrere der aufgeführten Symptome bei Ihnen oder Ihrem Angehörigen häufen, besteht die Möglichkeit einer Erkrankung durch eine Form der Demenz. Um sicherzugehen, empfiehlt sich eine Untersuchung bei einem Neurologen. Erste Anlaufstelle für ein informatives Gespräch sollte dennoch Ihr Hausarzt sein. Er kennt Sie und kann die Situation am besten einschätzen. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, wird er Sie an einen Neurologen überweisen. Ein Neurologe ist der zuständige Facharzt im Falle einer Demenz.
Damit der Demenzkranke sein Gesicht wahren kann, bitten Sie doch die Arztpraxis ( Sie sollten sie vorher einweihen), bei dem vermutlich Demenzkranken anzurufen und in Ihrem Beisein einen Termin für die fällige Routineuntersuchung zu vereinbaren. Ärztlichen Anweisungen wird meist widerstandslos Folge geleistet.

Bettina Vogg




15. Februar 2019, 18:32

Wissenswertes über Demenz und den Umgang mit der Krankheit

Wenn bei ihrem Familienmitglied die Diagnose Demenz festgestellt wird, fühlen sich viele Betroffene vor den Kopf gestoßen und völlig ratlos. Trauer, Schmerz, Hilflosigkeit und Verzweiflung machen sich breit. Es tauchen viele Fragen auf.
Woher kommt die Erkrankung?
Was kann ich tun?
Warum gerade er / sie?
Informieren Sie sich von Anfang an gut über die Krankheit, deren Verlauf und Auswirkungen. Fest steht für die meisten Familienmitglieder, sie möchten das Beste für ihren Ehemann, ihre Ehefrau, ihren Vater, ihre Mutter, ihre Eltern, ihre Tante, ihren Onkel, ihre Schwiegermutter, ihren Schwiegervater, ihre Schwiegereltern, ihre Oma, ihren Opa, ihre Großeltern …..
Die Mehrheit entscheidet sich für die Pflege zu Hause im gewohnten und vertrauten Umfeld. Getreu dem Motto
„Einen alten Baum verpflanzt man nicht.“
Bei der Pflege zu Hause benötigen Sie viel Zeit und Kraft. Sie sind als pflegender Angehöriger stark gefordert. Sowohl bei der praktischen Bewältigung des Alltags, als auch emotional. Sie erleben Höhen und Tiefen. Sie fühlen sich manchmal hilflos, werden ungeduldig oder empfinden Wut für Ihren Angehörigen. Genauso gibt es schöne Erlebnisse, ein zufriedenes Lächeln, innige Verbundenheit oder einfach ein „Dankeschön, dass Du für mich da bist.“
Es ist gut und schön für die Familie, wenn Sie füreinander da sind. Denken Sie jedoch unbedingt auch daran, was für Sie selbst das Beste ist. Nur wenn es Ihnen gut geht, geht es der ganzen Familie gut. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie sich bedingungslos aufopfern und Ihr Leben aufgeben. Das will auch Ihr betroffene Angehörige nicht! Es hilft niemandem, wenn Sie selbst durch kontinuierliche Überlastung krank werden. Fordern Sie rechtzeitig Unterstützung von Verwandten, Freunden und Nachbarn ein. Meist sind diese gerne bereit, zu helfen. Oft wissen selbst nahe stehende Menschen nicht, wie sie ihre Hilfe anbieten sollen, ohne aufdringlich zu wirken. Holen Sie sich zusätzlich Hilfe von professionellen Pflegekräften. Das schafft Ihnen Freiräume, schützt vor Überlastung und verhindert, dass diese schlimme Krankheit Ihr eigenes Leben vollständig bestimmt. Im Rahmen der Verhinderungspflege erhält jeder Mensch mit Einstufung gleich welcher Pflegestufe finanzielle Zuschüsse von seiner Pflegekasse.
Schützen Sie auch sich selbst von Anfang an. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr eigenes Hobby, treffen Sie Ihre Freunde, genießen Sie einen Urlaub, lassen Sie einfach die Seele baumeln oder was immer Ihnen Spaß macht. Auch Ihr Leben muss lebenswert bleiben. Sie sind auch ein Mensch, der ein Recht auf ein erfülltes Leben hat. Machen Sie sich frei von einem schlechten Gewissen. Keiner ist "schuld" an dieser Krankheit. Sie müssen lernen, damit im Alltag umzugehen.
Im Laufe der Zeit entwickeln viele Angehörige und Betreuungskräfte ein gutes Gespür dafür, ihren kranken Mitmenschen sinnvoll zu unterstützen. Sie lernen, ihn unter Berücksichtigung der Krankheitsbilder, richtig zu behandeln und mit ihm zu sprechen. So kommt Ihre Hilfe an.

Bettina Vogg




15. Februar 2019, 18:05

Weglauftendenz bei Demenz

Wie gehe ich mit einem weglaufgefährdeten Mensch richtig um?
So verschieden die Formen einer Demenz sein können, genauso vielfältig zeigen sich die Auswirkungen im Alltag. Manche Menschen empfinden einen enormen Bewegungsdrang. Ganz zum Leidwesen ihrer Pflegekraft. Egal ob Angehöriger oder professionelle Pflegekraft.
Es hilft nichts, den „Wanderer“ von seinem Tun abhalten zu wollen. Sie sollten Verständnis und Mitgefühl aufzubringen. Besser ist es, den Patienten durch gutes Zureden abzulenken. Zeigen Sie Interesse. Fragen Sie ihn, wohin er gehen will. Es kann folgende Antwort kommen: "Ich muss dringend los, damit ich pünktlich bei der Arbeit bin." Sagen Sie dem Betroffenen nicht, dass er bereits seit langer Zeit im Ruhestand ist. Das würde ihn nur noch mehr verwirren. Lenken Sie ihn ab. Sagen Sie zum Beispiel: „Du hast Dir doch heute frei genommen, damit wir gemeinsam einen Ausflug machen können“. Oder „Du arbeitest zu viel, heute ist doch Sonntag. Komm, lass uns erst mal gemütlich zusammen frühstücken.“ Sollte er „von der Arbeit gestresst sein“, anerkennen Sie seine Leistung. „Ich weiß, Du setzt Dich sehr für Deine Firma ein und arbeitest immer hart. Heute hast Du Dir einen Urlaubstag verdient.“ Bestätigung und Anerkennung sind sehr wichtig. Er fühlt sich respektiert, was wiederum sein Selbstwertgefühl steigert.
Ein dementer Mensch, der weglaufgefährdet ist, stellt eine große Herausforderung für den Pflegenden dar. Die Belastung der pflegenden Person kann dadurch leider sehr hoch werden. Ständige Sorge um den Betroffenen plagt sie. Womöglich nimmt er gerade reiß aus und irrt hilflos umher, während der Pflegende schläft. Das führt zu Unruhen bis hin zu massiven Schlafstörungen bei dem Pflegenden. Die mögliche Gefährdung der Gesundheit ihres Schützlings beunruhigt sie. Besonders im Winter, wenn der demente Mensch durch unangemessene Kleidung Erfrierungen erleiden kann. Genauso wie die Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden oder leichtes Opfer eines Verbrechens zu werden führen sie sich vor Augen.
Selbst wenn sie zur Sicherheit die Haustüre abschließen (was gesetzlich ohne richterlichen Beschluss nicht erlaubt ist), kann ein körperlich relativ rüstiger Patient durch das Fenster flüchten. In solchen Fällen befinden sich die Angehörigen oft in einer Zwickmühle. Durch das Abschließen der Haustüre nimmt man dem Betroffenen seinen eigenen Willen. Dass man das nicht darf, ist schon im Grundgesetz verankert. Eine Tür als Präventionsmassnahme zu verschließen ist nicht erlaubt. Auch wenn es nur gut gemeint ist. Man ist gesetzlich dazu verpflichtet, dem Betroffenen seinen Willen zu lassen, auch wenn das Gefahr für ihn bedeuten kann. Eingreifen darf man erst, wenn tatsächlich Gefahr in Verzug ist. Das bedeutet, wenn z.B. ein dementer Mensch an einer stark befahrenen Straße wohnt, darf man die Türe nicht abschließen, um ihn vor einer eventuellen Gefährdung durch den Verkehr zu schützen.
Handeln dürfen Sie erst, wenn Sie den Betroffenen in einer akuten Gefahrensituation vorfinden. Wenn er z.B. gerade die Straße bei einer roten Fußgängerampel überqueren möchte und durch ein heranfahrendes Auto unmittelbare Gefahr besteht. Sollten Sie in solch einer Situation dazukommen, dürfen sie ihn „retten“. Deshalb ist es wichtig, dass Sie in Ihrem eigenen Interesse vorbeugen. Hierbei gibt es verschiedene technische Hilfsmittel und simple Tricks.
Eine sehr große Hilfe ist der mobile Hausnotrufdienst. Einerseits wird der Betroffene ohne permanente persönliche Überwachung geschützt. Andererseits muss trotzdem der Pflegende nicht „wie auf Kohlen“ sitzen, weil er befürchtet, dass sein Schützling gerade „ausbüxt“. Er kann sich beruhigt in einem anderen Raum aufhalten und nachts angstfrei schlafen. Sobald sich der demente Mensch außerhalb der Reichweite des Hausnotrufsignales befindet, kommt modernste Technik zum Einsatz. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Ausführungen, zum Beispiel in Form eines Armbandes. Dieses sollte der „Ausreißer“ immer tragen.

Bettina Vogg




14. Februar 2019, 19:08

Wie kann ich die Unterschiede zwischen normaler Altersvergesslichkeit und einer sich entwickelnden Demenz (zum Beispiel Alzheimer) erkennen?

Viele Betroffene und ihre Angehörigen stellen sich immer wieder die Frage:
„Bin ich nur vergesslich oder sind das die ersten Anzeichen einer Demenz?“
Auf diese Unterschiede sollten Sie achten:
Es ist völlig normal (im Alter öfters, als in jungen Jahren) Dinge, anstehende Termine oder Geschehnisse hin und wieder zu vergessen. ABER sollte diese Vergesslichkeit Sie ständig begleiten und nach und nach sogar schlimmer werden und Sie sich trotz intensiver Bemühungen nicht an komplette Erlebnisbereiche oder Gesprächsinhalte erinnern können, sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Falls Sie sich Merkzettel schreiben, um sich an Dinge besser erinnern zu können, ist das ein guter und sinnvoller Weg, um Ihrer Vergesslichkeit entgegenzuwirken. ABER sollten Ihnen diese Hilfsmittel nichts mehr nutzen, sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Falls Sie schriftlichen oder mündlichen Informationen in der Regel mühelos folgen können, ist wahrscheinlich alles in Ordnung. Sollten Sie verstärkt Probleme haben, einfache Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und umzusetzen, sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Es ist bestimmt jedem von uns schon einmal passiert, dass wir unsere Schlüssel, unsere Brieftasche oder unsere Brille nicht auf Anhieb finden. ABER sollten diese Situationen immer häufiger auftreten, obwohl Sie normal gut auf diese wichtigen Gegenstände achten, sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Vielbeschäftige Menschen sind im Alltag manchmal zerstreut, weil sie versuchen, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Gehen Sie in ein Zimmer hinein und wissen plötzlich nicht mehr, was Sie hier überhaupt wollten? Dann sollten Sie einen Gang herunter schalten. Sollten Sie jedoch mehrmals am Tag zum Bäcker gehen, um einzukaufen und das nicht mehr wissen, sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Schüchterne Menschen haben hin und wieder Probleme, sich in Worten auszudrücken und mitzuteilen. Manche sind wortgewandter, andere finden öfters nicht die richtigen Worte. Das liegt in der Natur der Menschen. Fallen Ihnen jedoch oft einfache Worte in Ihrem geregelten Alltag nicht mehr ein und benutzen Sie dafür wahllos Füllwörter, werden die Sätze und ihre gewollte Aussage schwer verständlich. In diesem Fall sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Falls Sie zu den Menschen mit einer schlechten Orientierung gehören, kann es Ihnen durchaus passieren, dass Sie in einer fremden Stadt nicht mehr zu Ihrem geparkten Auto zurückzufinden. Das passiert vielen Menschen. Sollten Sie jedoch bei Ihrem Metzger um die Ecke einkaufen und den Weg nicht mehr nach Hause finden, ist das ein Alarmsignal. Sie sollten diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Vielen Menschen ist es schon einmal passiert, dass sie unpassend gekleidet waren. Sie schätzen die Temperaturen entweder zu hoch oder zu nieder ein. Dementsprechend sind Sie zu leicht angezogen und laufen Gefahr, sich eine Erkältung einzufangen, oder das Gegenteil ist der Fall. Sollten Sie sich jedoch völlig unpassend gekleidet haben (z.B. ein Winterpullover an einem warmen Sommertag, oder ein Nachthemd / Pyjama zum Einkaufen), sollten Sie diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Bestimmt jeder von uns hat schon einmal einen Gegenstand an einem Ort abgelegt, an den er normalerweise nicht hingehört. Das kann z.B. der Schlüssel sein, der normalerweise immer am Schlüsselbrett hängt. Wenn das Telefon klingelt, man den Schlüsseln och in der Hand hat, und Sie den Hörer abnehmen, haben Sie vielleicht den Schlüssel in Gedanken noch in den Hand und legen ihn auf dem Tisch neben dem Telefon ab. Später suchen Sie den Schlüssel. Das ist menschlich. Sollten Sie jedoch Ihre Hausschuhe im Kühlschrank wiederfinden oder den Kuchen im Kleiderschrank, sollten diese Entwicklung bei Ihrem Hausarzt ansprechen.
Bei Demenzkranken ändert sich häufig das Verhalten gegenüber ihren Mitmenschen gravierend, sobald sie mehr und mehr die Fähigkeit verlieren, Zusammenhänge zu erfassen und klare Gedanken zu fassen. Das Erinnerungsvermögen (beginnend mit dem Verfall des Kurzzeitgedächtnisses) nimmt deutlich ab.
Hinzu kommt ein scheinbares Desinteresse zuvor geliebter Hobbies. Ein Briefmarkensammler z.B. gibt plötzlich vor, kein Interesse mehr am Sammeln zu haben. Hintergrund kann seine eigene Erkenntnis sein, dass er sich nicht mehr konzentrieren kann. Um diese "Schwäche" zu vertuschen und sich nicht die Blöße zu geben, dass mit ihm "nicht mehr alles stimmt" schiebt er diese Ausrede vor.
Sollten sich eines oder mehrere der aufgeführten Symptome bei Ihnen oder Ihrem Angehörigen häufen, besteht die Möglichkeit einer Erkrankung durch eine Form der Demenz. Um sicherzugehen, empfiehlt sich eine Untersuchung bei einem Neurologen. Erste Anlaufstelle für ein informatives Gespräch sollte dennoch Ihr Hausarzt sein. Er kennt Sie und kann die Situation am besten einschätzen. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, wird er Sie an einen Neurologen überweisen. Ein Neurologe ist der zuständige Facharzt im Falle einer Demenz.
Damit der Demenzkranke sein Gesicht wahren kann, bitten Sie doch die Arztpraxis ( Sie sollten sie vorher einweihen), bei dem vermutlich Demenzkranken anzurufen und in Ihrem Beisein einen Termin für die fällige Routineuntersuchung zu vereinbaren. Ärztlichen Anweisungen wird meist widerstandslos Folge geleistet.

Bettina Vogg





 

 

 

 

Kontakt:
BV24 Demenz Betreuung

Bettina Vogg

Repräsentanz Grassau

 

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